Einführung ins Projektmanagement SS 2014 · © Fraunhofer 2 Motivation – Warum Projektmanagement...

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© Fraunhofer 1 Prof. Dr.-Ing. Peter Ohlhausen PROJEKTMANAGEMENT
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    Prof. Dr.-Ing. Peter Ohlhausen

    PROJEKTMANAGEMENT

  • © Fraunhofer

    2

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    3

    Quelle: Fokus Innovation, Bullinger 2006

    Ø 21,5

    ø 14,8

    0

    5

    10

    15

    20

    25

    30

    35

    40

    45

    50

    0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26

    Durchschnittliches Einsparungspotenzial der Produktentwicklungsdauer [in %]

    Unerwarteter technischer bzw.technologischer Anpassungsbedarf

    Motivationsprobleme bei Projektbeteiligten

    Marktzugangs-schwierigkeiten

    Ungeklärte Rechtsfragen

    Keine rechtzeitige Erstellung von produktbegleitenden Dienstleistungen Probleme bei der

    Zusammenarbeit mit externen Partnern

    Projektleitungs- und Planungsdefizite

    Probleme bei Zusammenarbeit im Projektteam bzw. innerhalb des Unternehmens

    Schwierigkeiten beim Einsatz neuer Technologien

    Unklare Ziele

    bei Projektbeginn

    Produktspezifikationen unklar bzw. ändernd

    An

    teil

    der

    Un

    tern

    ehm

    en [

    in %

    ]

    Mangelnde Zusammenführung von vorhandenen Kompetenzen

    Fehlende Mitarbeiterkompetenzen(fachlich oder personell)

    Schnittstellen-

    probleme

    Technische

    Probleme

    Probleme beim

    operativen und

    strategischen Innovations-

    management

    N = 253

    Mitarbeiter- u. Kompetenz-probleme

    Häufigkeit einzelner Zeittreiber und Einschätzung ihrer Einsparungspotenziale

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    4

    Zielgrößen eines Projekts

    Qualität

    Kosten Zeit

    Rahmengrößenbeeinflussen sich

    gegenseitig

    Das magische Dreieck für den Entwicklungsprozess: Qualität – Kosten – Zeit

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    5

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    6

    Definition Projektmanagement

    Unter Projektmanagement versteht man alle organisatorischen Verfahren und Techniken, die mit der erfolgreichen Abwicklung eines Projektes verbunden sind.

    Die Norm DIN 69901 definiert entsprechend Projektmanagement als die

    »Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mitteln für die Abwicklung eines Projektes«.

    Der weltweit größte PM-Verband Project Management Institute (PMI) grenzt den Projektmanagement-Begriff wie folgt ab:

    »Project Management is the application of knowledge, skills, tools and techniques to project activities to meet project requirements.«

    Nach DIN 69901 u.a.

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    7

    Definition Projektmanagement

    Projekt

    Management

    Projektmanagement

    einmaliger Ablauf

    komplexe Struktur

    festgelegtes Ziel

    vorgegebenerAbschlusstermin

    limitierte Kosten

    Planung, Überwachung und Steuerung einer Aufgabe und die Institution, die diese Aufgabe durchführt

    Konzept für die Leitung eines komplexen Vorhabens und die Institution, die dieses Vorhaben leitet

    Quelle: Bullinger/Warschat (Hg.), Forschungs- und Entwicklungsmanagement 1997, S. 65

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    8

    Buchempfehlungen (Auswahl)

    Burghardt, Manfred:

    Projektmanagement, Leitfaden für die Planung, Überwachung und Steuerung von Entwicklungsprojekten.

    7., überarbeitete u. erw. Auflage, 2006, 696 Seiten, Publicis Corporate Publ.

    Schelle, Heinz / Ottmann, Roland / Pfeiffer, Astrid:

    ProjektManager,

    2. Auflage 2005, 560 Seiten, GPM, Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V.

    Portney, Stanley E. / Britta Kremke:

    Projektmanagement für Dummies,

    2. überarbeitete Auflage, 2007, 386 Seiten, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim.

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    9

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    10

    Charakteristika von Projekten

    Zeitliche Begrenzung der Aufgabenstellung

    Komplexe, nicht routinemäßige Aufgabe

    Aufgabenbearbeitung erfordert Teamarbeit (personalintensiv)

    Loslösen von Ressort- und Abteilungsdenken

    Eigenständige Projektorganisation

    Verantwortlicher Projektleiter

    Projektkennzeichnung

    Projektzielsetzung (Dringlichkeit, Wichtigkeit, Motivation)

    Qualitätsanspruch (Leistung, Funktion)

    Größe (Investitionsvolumen, physischer Umfang)

    Komplexitätsgrad (Disziplinen, Beteiligte)

    Innovationsgrad (Pionier, Routine)

    Ressourcenbedarf (Kapital, Material, Personal)

    Realisierungsrisiko (Sicherheit, Kosten, Folgen)

    Projekte werden nach folgenden Kriterien klassifiziert und beurteilt:

    Quelle: Bullinger/Warschat (Hg.), Forschungs- und Entwicklungsmanagement 1997, S. 68

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    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    12

    Voraussetzungen für ein erfolgreiches Projektmanagement

    Quelle: Bullinger/Warschat (Hg.), Forschungs- und Entwicklungsmanagement 1997, S. 67

    Informations-fähigkeit

    interdisziplinäre Teams

    Aus- und Weiterbildung der

    Mitarbeiter

    richtige Einführung in das

    Projektmanagement

    motivierte und qualifizierte Mitarbeiter

    Durchgängigkeit der Planung und Verfolgung

    des Projekts

    Methodik des Projekt-management

    Projektleiter

    Voraus-setzungen

    für ein erfolg-reiches Projekt-management

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    13

    Aspekte der Organisation im Unternehmen

    Gestaltung von Strukturen und Prozessen

    Aufbauorganisation Ablauforganisation

    Unternehmens-organisation

    z.B.

    Staborganisation

    Divisionsorganisation

    Matrixorganisation

    z.B.

    Informations-,

    Dokumentations- und

    Berichtswesen

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    14

    Aspekte der Organisation im Unternehmen

    Dauerhaft wirksame aufgabenteilige organisatorische Struktur

    Welche Organisationseinheiten(Stellen, Abteilungen, Sachmittel) gibt es?

    Welche formalen statischenBeziehungen (Kompetenz, Weisungsbefugnis, Kommunikation) bestehen zwischen diesen Einheiten?

    Aufbauorganisation

    Ordnungsstruktur der in Raum und Zeit ablaufenden Arbeit zur Beschreibung des dynamischen Beziehungszusammenhangs der Aufgabenerfüllungsprozesse.

    Ergänzung der Aufbauorganisation um die dynamischen, raum-zeitlichen Aspekte

    Ablauforganisation

    Klärt inhaltlich, WAS zu tun ist!

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    15

    Projektorganisationsformen

    Reine-Projektorganisationsform

    Einfluss-Projektorganisationsform

    Matrix-Projektorganisationsform

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    16

    Funktionsdiagramm

    Linienvorgesetzte BearbeiterTPLAuftraggeber PL

    Phase 1.1

    Phase 1.2

    Phase 2.1

    Phase 2.2

    Phase 2.3

    E, (M)

    E, D

    (M)

    (M)

    A, D, E

    A, D, E

    (M) M, D

    M, E

    E

    (M, D)

    E = Entscheid, D = Durchführung, A = Anordnung, M = Mitsprache, () = Ausnahmefälle, _ = Priorität

    Das Funktionsdiagramm zeigt:

    welche Stellen

    bei der Lösung einzelner Aufgaben/Tätigkeiten

    mit welcher Kompetenz-Funktion betraut sind!

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    17

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    ProjektleiterProjektteamKonfliktmanagementLeitung von ProjektenModerationstechnikenKommunikation und Gesprächsführung

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    19

    Erreichung der Projektsachziele

    Einhaltung der Termine

    Einhaltung der Projektkostenziele

    Aktueller Informationsstand des Auftraggebers

    Arbeit zuweisen, übertragen, vorschlagen je nach PM-Organisation

    Zugang zu Informationen

    Kontrolle der Leistung der Mitarbeiter

    Ziele oder Vorgehen ändern

    Projektdefinition

    Projektplanung

    Projektdurchführung

    Befugnisse und Verantwortung des Projektleiters

    Verantwortung Kompetenz

    Aufgabe

    Projektleiter

    Quelle: Bullinger/Warschat (Hg.), Forschungs- und Entwicklungsmanagement 1997, S. 111

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    20

    Planen, Leiten und Kontrollieren der Projektziele

    fachlicher Inhalt und Qualität

    Kosten

    Termine

    Umsetzung der festgelegten Projektorganisation

    Zusammenarbeit und Abstimmung mit den am Projekt beteiligten Fachabteilungen

    Sicherstellung der Kommunikation

    Prüfung und Genehmigung der Ergebnisse (Meilensteine, Zwischenergebnisse, Endergebnisse)

    Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Auftraggeber und Kunden

    Abschätzung von Risiken und Planen von Gegenmaßnahmen

    Einbeziehung von weiteren Entscheidungsträgern

    Aufgaben und Verantwortung des Projektleiters

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    21

    Fähigkeit zur sinnvollen Delegation

    Lässt Mitarbeiter selbsttätig arbeiten

    Hält den Kontakt zum Auftraggeber

    Kenntnis des Unternehmens

    Eigeninitiativeentwickeln;

    entscheidungsfreudig

    Führungs- und Verhandlungs-

    geschick

    Wissens- undErfahrungsschwer-punkt entspricht

    den Anforderungendes Projekts

    Fähigkeiten

    zur Teamarbeit

    zur Motivation der MA

    Einfühlungsvermögen

    Anforderungenan Projektleiter

    Anforderungsprofil des Projektleiters

    Quelle: Bullinger/Warschat (Hg.), Forschungs- und Entwicklungsmanagement 1997, S. 112

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    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    ProjektleiterProjektteamKonfliktmanagementLeitung von ProjektenModerationstechnikenKommunikation und Gesprächsführung

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    23

    Formierungsphase (forming)

    Gruppe probiert Verhaltensmuster aus

    gegenseitiges Abtasten

    Man sucht die Nähe eines hervortretenden Gruppenmitgliedes (Schutzbedürfnis).

    Konfliktphase (storming)

    Konflikte zwischen Untergruppen

    Rebellion gegen Führer

    Gegensätzliche Meinungen/Konflikte führen zur Festlegung von Gruppennormen, die für die weitere Zusammenarbeit wichtig sind.

    Normierungsphase (norming)

    Gruppenzusammenhalt entwickelt sich

    Widerstände sind überwunden

    gegenseitige Akzeptanz

    Sicherung des Fortbestandes der Gruppe

    Arbeitsphase (performing)

    eigentliche Aufgabenerfüllung

    interpersonale Probleme gelöst

    Rollen sind flexibel und funktional

    Phasen überlappen sich und können durch Störungen jederzeit wieder rückfällig werden.

    Projektteam-Gruppenentwicklung –Modell nach Tuckman 1965

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    24

    Gruppe braucht gemeinsame Aufgabe/gemeinsames Ziel

    Alle Mitglieder kennen und akzeptieren die Aufgabe und das Ziel.

    In jeder Gruppe gibt es verschiedene soziale Rollen

    formeller und informeller Führer

    leistungsorientierte Mitarbeiter und Außenseiter

    Gegenseitiges Verständnis knüpft an die Rollenverteilung

    Verständnis der Andersartigkeit, Stärken und Schwächen akzeptieren

    Gruppe braucht Spielregeln und Normen

    formelle und informelle Regeln, anzuwendende Arbeitstechniken

    Gruppengröße

    optimale Größe: 4 bis 6 Mitglieder

    Leistungsfähige Gruppe hat ausgeprägtes »Wir-Gefühl«

    Gruppe als Einheit spürbar, erfolgreiche Bewältigung einer Aufgabe stärkt die zwischenmenschlichen Beziehungen

    Projektteam – Merkmale einer leistungsfähigen Gruppe

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    25

    Explorer/Promoter: Der Überzeuger, Verkäufertyp. Er liebt vielseitige, interessante Arbeit, ist schnell gelangweilt, einflussreich und offen.

    Assessor/Developer: Der analytische und objektive Mitarbeiter, prüft Ideen auf Praktikabilität, erstellt Konzepte und Projektpläne, ein Experimentierer.

    Thruster/Organizer: Der Organisator und Macher, schnell im Entscheiden, ergebnisorientiert, arbeitet Systeme aus.

    Concluder/Producer: Praktisch veranlagt, produktionsorientiert, liebt Pläne, schätzt Effizienz, sorgt für regelmäßige Produktion von Gütern und Dienstleistungen

    Controller/Inspector: Guter Überwacher, detailorientiert, nicht sehr kontaktfreudig, prüft Normen und Verfahren, liebt exakte Arbeit

    Upholder/Maintainer: Konservativ, loyal, auf Harmonie bedacht, starker Sinn für Recht und Unrecht, Arbeit muss sinnvoll sein

    Reporter/Adviser: Er ist tolerant, ein Unterstützer und Helfer. Er sammelt Informationen, lässt sich nicht hetzen, sehr kenntnisreich.

    Creator/Innovator: Ein erfinderischer Typus, ist zukunftsorientiert, ein Problemlöser, komplexe Probleme und Forschungsarbeit sind seine Passion.

    Projektteam Team-Design Rolle

  • © Fraunhofer

    26

    Hindernisse in der Teamarbeit

    Methodische Hindernisse

    Verhaltenshindernisse

    Konkurrenzdenken

    mangelnde Kommunikationsfähigkeit

    Identifikation Sache - Person

    Tendenz, Mängel zu diskutieren

    mangelnder Schutz der Individualität

  • © Fraunhofer

    27

    Anforderungsprofil Projektteammitarbeiter

    Quelle: Bullinger/Warschat (Hg.), Forschungs-und Entwicklungsmanagement 1997, S. 126

    Fähigkeit Ideen zu entwickeln

    Standvermögen

    Improvisations-bereitschaft

    Risikobereitschaft

    Geistige Beweglichkeit

    Bereitschaft zu kooperativer Arbeit

    Anforderungen an Projektteam-

    mitglieder

  • © Fraunhofer

    28

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    ProjektleiterProjektteamKonfliktmanagementLeitung von ProjektenModerationstechnikenKommunikation und Gesprächsführung

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    29

    Erfragen des Standpunktes der Konfliktpartner und der Unterschiede in der Sichtweise

    Darlegen des eigenen Standpunktes

    Entwicklung verschiedener Lösungsalternativen durch beide Konfliktparteien

    Gemeinsame Bewertung der Lösungsvorschläge und Auswahl einer Lösung

    Wahrnehmung und Äußerung des Konfliktes

    Vorgehen bei der Konfliktlösung

    Quelle: TUM Prof. Lindemann, 2006

  • © Fraunhofer

    30

    Ori

    enti

    eru

    ng

    an

    In

    tere

    ssen

    der

    K

    on

    flik

    tpar

    tner

    Vermeidung

    ZurückziehenLoose-Loose

    Dominieren

    DurchsetzenWin-Loose

    Integration

    KooperierenWin-Win

    Anpassung

    NachgebenLoose-Win

    Kompromiss

    Orientierung an eigenen Interessen

    niedrig

    nie

    dri

    g

    hoch

    ho

    ch

    Konfliktlösungsstrategie

    Quelle: TUM Prof. Lindemann, 2006

  • © Fraunhofer

    31

    Gruppenbezogene Maßnahmen

    Teambildungsprozess einplanen, Regeln der Zusammenarbeit definieren

    Adäquate Kommunikation vereinbaren und trainieren

    Gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz etablieren

    Orientierung an gemeinsamen Zielen

    Berücksichtigung der Ressourcen der Teammitglieder

    Vorhandene Konfliktpotenziale identifizieren für potenzielle Konflikte sensibilisieren

    Bei beginnender Eskalation externe Unterstützung einbinden

    Individuumsbezogene Maßnahmen

    Aufgeschlossenheit und Selbstreflexion üben

    Frühzeitige Reaktion vor einer Eskalation, Konflikte ausdiskutieren

    Störende Emotionen kontrollieren, Konfliktursachen nicht rechtfertigen

    Organisationsbezogene Maßnahmen

    Klare Kompetenzverteilung

    Feedback als Element der Kommunikation etablieren

    Konstruktives Leistungsklima schaffen und Fehlerkultur aufbauen

    Maßnahmen der Konfliktvorbeugung und -lösung

    Quelle: TUM Prof. Lindemann, 2006

  • © Fraunhofer

    32

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    ProjektleiterProjektteamKonfliktmanagementLeitung von ProjektenModerationstechnikenKommunikation und Gesprächsführung

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

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    33

    Leitung von ProjektenErfolgsfaktoren der Teamarbeit – Vereinbarung von SpielregelnBeispiele:

    Vereinbarte Termine werden eingehalten.

    Protokoll und Moderation der Teamsitzung werden abwechselnd von jedem Teammitglied übernommen.

    Informationen gehen nur dann nach außen, wenn das ganze Team das beschlossen hat.

    Jeder ist für sich verantwortlich, d.h. bringt das ein, was ihm wichtig ist, meldet Störungen an.

    Jeder hat das Recht auszureden; redet ein Teammitglied zu lange, so kann ihm nach ca. 2 Minuten die rote Karte gezeigt werden.

    Kritik wird in Ich-Botschaften ausgedrückt.

    Killerphrasen werden vermieden.

  • © Fraunhofer

    34

    Leitung von ProjektenBesprechung/Meetings Vorbereitung

    Themen der VeranstaltungThemen der

    Veranstaltung

    SinnSinn

    NutzenNutzen

    ZweckZweck

    TeilnehmerTeilnehmerOrt, Zeit, Umfeld

    Ort, Zeit, Umfeld

    Ziel + Priorität

    je Thema

    Ziel + Priorität

    je Thema

    Systematik + MethodeSystematik + Methode

    Ziel je ThemaZiel je Thema

    Ergebnis-typen

    Ergebnis-typen

    A … 30 C … B … 15 D …

    A … 30 C … B … 15 D …

    Präsentation Diskussion Moderation …

    Präsentation Diskussion Moderation …

    Maßnahmen-katalog

    Aktivitäten Fragenkatalog

    Maßnahmen-katalog

    Aktivitäten Fragenkatalog

    Wo und wie lange? Welche

    Arbeitsmaterialien? Getränke, Essen?

    Wo und wie lange? Welche

    Arbeitsmaterialien? Getränke, Essen?

    Wer lädt ein? Wer kommt? Gibt es Gruppenspezifika? Welche Info vorab? Im Meeting? Was war bisher?

    Wer lädt ein? Wer kommt? Gibt es Gruppenspezifika? Welche Info vorab? Im Meeting? Was war bisher?

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    35

    Leitung von ProjektenProtokollführung à la Ergebnislisten-Technik

    Lfd.Nr. Thema Wer Wann

    A012Abstimmung mit den

    Entscheidungsgremien

    Heinz mit

    GitteBis …

    B013Projektstandards werden

    eingehalten

    A02Klärung der Schnitt-

    stellen zu den anderen Teilprojekten

    Petra 31.10

    Legende: A = Auftrag

    B = Beschluss

    E = Empfehlung

    F = Feststellung

    P = Problem

    Konsens

    Nicht den Prozess zur Ergebnisfindung

    beschreiben, sondern nur das Ergebnis

    visualisieren!

  • © Fraunhofer

    36

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    ProjektleiterProjektteamKonfliktmanagementLeitung von ProjektenModerationstechnikenKommunikation und Gesprächsführung

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

  • © Fraunhofer

    37

    ModerationstechnikenRolle des Moderators

    ModerationstechnikModerationstechnik… etkejorp …

    NameAlter

    ……

  • © Fraunhofer

    38

    ModerationstechnikenModerationsschritte

    Einstieg

    Themen sammeln

    Reihenfolge auswählen

    Themen bearbeiten

    Aktivitäten vereinbaren

    Abschluss

  • © Fraunhofer

    39

    ModerationstechnikenAktivitätenkatalog

    Aktivitätenkatalog

    Nr. Was? Wer? Mit wem? Bis wann? Benutzung

  • © Fraunhofer

    40

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    ProjektleiterProjektteamKonfliktmanagementLeitung von ProjektenModerationstechnikenKommunikation und Gesprächsführung

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

  • © Fraunhofer

    41

    Kommunikation und GesprächsführungTipps für eine gute Kommunikation

    Klare und präzise Formulierung

    Pausen verwenden!

    Killerphrasen vermeiden

    Aktiv zuhören

    Denkanstöße geben und Fragen stellen

    Wünsche mitteilen

    Wurde der Gesprächspartner richtig verstanden?

    Geben Sie gegenseitig Feedback!

  • © Fraunhofer

    42

    Kommunikation und GesprächsführungKommunikation

    Kommunikation:ist ein Prozess, bei dem ein Sender über einen Kanal eine Nachricht auf einem bestimmten Medium aussendet, auf die der Empfänger reagiert (Feedback).

    2. Nachricht/ Mitteilung1. Sender 3. Empfänger

    4. Kanal

    5. Feedback

  • © Fraunhofer

    43

    Kommunikation und GesprächsführungBeispiel für KommunikationGrosse Aufruhr im Wald! Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste.

    Alle fragen sich wer denn nun da drauf steht.

    Als erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen und geht zum Bären und fragt ihn:"Sag mal Bär, steh ich auch auf deiner Liste?„"Ja", sagt der Bär, "auch dein Name steht auf der Liste.„Voll Angst dreht sich der Hirsch um und geht. Und wirklich, nach 2 Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden.

    Die Angst bei den Waldbewohner steigt immer mehr und die Gerüchteküche umdie Frage, wer denn nun auf der Liste stehe, brodelt.

    Der Keiler ist der erste dem der Geduldsfaden reißt und der den Bär aufsucht um ihn zu fragen, ob er auch auf der Liste stehen würde."Ja", antwortet der Bär, "auch du stehst auf der Liste".Verängstigt verabschiedet sich der Keiler vom Bären. Und auch ihn fand man nach 2 Tagen tot auf.

    Nun bricht die Panik bei den Waldbewohnern aus.Nur der Hase traut sich noch den Bären aufzusuchen."Bär, steh ich auch auf der Liste?"Ja, auch du stehst auf der Liste""Kannst du mich da streichen?""Ja klar, kein Problem"

    Kommunikation ist alles!!!

  • © Fraunhofer

    44

    Kommunikation und GesprächsführungKommunikation und Wahrnehmung

    BA

    A B

    … sagt, was er für notwendig hält

    … hört, was für ihn nützlich zu hören ist

    … antwortet, auf das, was er hört, nicht auf das was A sagte

    … hört, was für ihn nützlich zu hören ist, was er aufzunehmen bereit ist, was

    in sein Konzept passt

    »Ich weiß erst, was ich gesagt habe, wenn ich die Antwort höre!«

    (Norbert Wiener)

  • © Fraunhofer

    45

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

  • © Fraunhofer

    46

    Projektinformation

    Projektinformation

    Quelle: CSC Ploenzke Akademie

    WER?

    WOZU?

    WAS?

    WIE?

    WIEVIEL?

    WANN?

    WO?

    Empfänger festlegen

    Ziel der Information nennen

    Informationsinhalte bestimmen

    Kommunikationsmedium festlegen

    Menge der Informationen quantifizieren

    Zeitpunkt und Zeitraum der Informationen datieren

    Ort der Informationen bestimmen

    DURCH WEN? Sender und Zuständigkeit festlegen

  • © Fraunhofer

    47

    Projektinformation

    Projektinformation durch Berichte

    Beispiel –Statusbericht

    Quelle: CSC Ploenzke Akademie

  • © Fraunhofer

    48

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

  • © Fraunhofer

    49

    Prozess des permanenten Risikomanagement

    Quelle: CSC Ploenzke Akademie

  • © Fraunhofer

    50

    Risikoabschätzung

    (4/3/2/1 = sehr großes/großes/geringes/kein Risiko)

    TechnischesRisiko

    ZeitrisikoKostenrisiko

    Risikoabschätzung Projekt BemerkungProdukt Projekt

    Lfd. Nr. Vorgang 41

    4 3 2 1 3 2 1 4 3 2 14 3 2 1

    23…

    Technische Lösung… Zeitaufwand… Kosten…

    nicht bekannt nicht einschätzbar nicht einschätzbar

    bekannt, bei uns bishernicht umgesetzt

    sehr unsicher zu schätzen sehr unsicher zu schätzen

    bekannt, übertragbarvon anderem Projekt

    kalkulierbar kalkulierbar

    Routine bekannt bekannt

    4

    3

    2

    1

  • © Fraunhofer

    51

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

  • © Fraunhofer

    52

    Aufbau des Projektstrukturplans

    HorizontaleStrukturregel

    Ver

    tikal

    eSt

    rukt

    urre

    gel

    Strukturelemente

    Arbeitspaket-identifikation

    Arbeitspaket-beschreibung

    Struktur-ebene

  • © Fraunhofer

    53

    Arten des Projektstrukturplans

    Funktionsorientierter Projektstrukturplan

    Objektorientierter Projektstrukturplan

    Gemischtorientierter Projektstrukturplan

  • © Fraunhofer

    54

    Motivation – Warum Projektmanagement

    Projekt und Projektmanagement

    Projektarten

    Projektorganisationsformen – sekundär Organisationsform

    Menschen im Projekt

    Projektinformation

    Projektrisiko

    Projektstrukturplan

    Netzplan

  • © Fraunhofer

    55

    Netzplantechnik - Möglichkeiten der Zeitplanung

    Zeitplanung

    Normale Projekte;

    mittlere Größe;

    Balkenplan oder Netzplan

    Große komplexe Projekte;

    Netzplan daraus abgeleitet;

    Balkenpläne und Terminlisten

    Kleine und wenig komplexe Projekte;

    Terminplanliste

  • © Fraunhofer

    56

    Genereller Zeitplan

    # Arbeitspakete 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 FhG

    O Projektmanagement 5,00

    1 Empirisch-analytische Phase1.1 Konzeptspezifikation / Hypothesenbildung 2,25

    1.2 Identifikation von Innovations-trägerinnen 3,00

    1.3 Beschreibung der Organisationen und Lebensläufe 3,70

    1.4 Erfolgsfaktorenermittlung 11,45

    1.5 Synthese 1,13

    1.6 Workshop mit dem Beirat 0,63

    2 Beispiele und Analyse der derzeitigen Ansätze2.1 Einzelbetriebliche Vorteile 5,50

    2.2 Ansätze zur gezielten Werbung 0,00

    2.3 Einbeziehung von Kundinnenbeddürfnissen 3,50

    2.4 Workshop mit dem Beirat 0,50

    3 Umsetzungsphase3.1 Aufbereitung Ergebnisse 0,50

    3.2 Transfer in die Fraunhofer Gesellschaft 6,50

    3.3 Umsetzungspotenziale Unternehmen 3,25

    3.4 Fachforum 5,50

    3.5 Handlungsempfehlungen 8,50

    2007 2008 2009

    1

    3

    4

    2

    Beispiel

  • © Fraunhofer

    57

    2.1 Einzelbetriebliche Vorteile

    Auf einer breiten Datenbasis (Unternehmensberichte und Fallbeispiele) wird der Nutzen des Innovationspotenzials von Gender verdeutlicht

    Ziel

    Datenanalyse Dax-Unternehmen

    Hypothesengenerierung

    Höhere Erfolgsquote

    Aufbau Datenbasis (Dax-Unternehmen)

    Sammlung von Beispielen

    Analyse und Ableitung von Empfehlungen

    Fallbeispiele kmU

    Selektion Branchen

    Sammlung von veröffentlichten kmU-Beispiele

    Analyse und Ableitung von Empfehlungen

    Vorgehensweise

    Max. 20-seitiger Bericht

    Download-Möglichkeit und Druckversion

    ppt-Foliensatz

    Ergebnisdarstellung

    Beispiel

  • © Fraunhofer

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    Empfehlungen

    1. Ziele des Projektes festlegen, am Besten schriftlich

    2. Ergebnisse und deren Form mit Betreuer abstimmen

    3. Verantwortlichkeiten zwischen Projektteam und Betreuer festlegen

    4. Bestimmung der Rollen im Projektteam

    5. Festlegung eines Sprechers oder Projektleiters

    6. Projektplanung am Anfang des Projektes mittels Projektstrukturplan durchführen

    7. Kapazitäten des Projektteams realistisch abschätzen; nicht mit Wochenende als Kapazität planen!

    8. Risikobetrachtung am Anfang des Projektes