Projektmanagement in Energiewirtschaft und … · 3 Peter Witt / Biyon Kattilathu –...

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1 Peter Witt / Biyon Kattilathu – Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1 Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnologie Prof. Dr. Peter Witt / Biyon Kattilathu Peter Witt / Biyon Kattilathu – Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1 Administratives Gliederung 1. Unternehmensplanung 2. Planung neu zu gründender Unternehmen 3. Planung der Neuproduktentwicklung 4. Unternehmensstrategie und Corporate Governance 5. Grundlagen des Projektmanagements 6. Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten 7. Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik
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    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnologie

    Prof. Dr. Peter Witt / Biyon Kattilathu

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Administratives

    Gliederung

    1. Unternehmensplanung2. Planung neu zu grndender Unternehmen3. Planung der Neuproduktentwicklung4. Unternehmensstrategie und Corporate Governance5. Grundlagen des Projektmanagements6. Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten7. Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

  • 2

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Administratives

    Literaturangaben

    Burghardt, M. (2002): Einfhrung in Projektmanagement: Definition, Planung, Kontrolle, Abschluss. Publicis Corporate Publishing.

    Cleland, D. I./Ireland, L. R. (2006): Project Management: Strategic Design and Implementation. McGraw-Hill.

    Kerzner, H. (2006): Project Management: A Systems Approach to Planning, Scheduling, and Controlling. John Wiley & Sons.

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Anlsse und Formen der betriebswirtschaftlichen Planung

    ! Projektplanung

    ! Prfung einer Grndungsidee bzw. Planung einer Neugrndung: Businessplan

    ! Planung eines neuen Geschfts durch ein bestehendes Unternehmen: Geschftsplan

    ! Planung in bestehenden Unternehmen1. Strategische Planung (Langfristplanung)2. Mittelfristplanung3. Operative Planung (Kurzfristplanung)

    Unternehmensplanung

  • 3

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    Die Ebenen der Planung in bestehenden Unternehmen

    Strategische Planung auf Konzernebene

    Mittelfristplanung / Projektplanung

    Strategische Planung auf der Ebene der einzelnen Geschftsbereiche

    Operative Planung auf der Ebene der betrieblichen Funktionen

    Operative Planung / Budgetierung

    Unternehmensplanung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die Abfolge der Planung in bestehenden Unternehmen

    Mission Statement / Werte

    Strategien

    Quantitative und qualitative Ziele

    Kennzahlen und Berichtssysteme

    Verantwortlichkeiten

    Trai

    nin

    g/C

    oac

    hin

    g/K

    om

    mu

    nik

    atio

    n1.

    2.

    3.

    4.

    5.

    6. Feedback und Lernen

    Unternehmensplanung

  • 4

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Mission Statements als Grundlage der strategischen Planung

    Entscheidungskoordinationund Erhhung der

    Entscheidungseffizienz

    Steuerung der nachgeordneten Zielsetzungen und Strategien

    Schaffung einer einheitlichen Grundauffassung

    Motivations- und Kommunikations-

    funktion

    Externe Funktion

    (PR)

    Einfluss auf unterschiedliche strategische Entscheidungen

    Ein Mission Statementist das schriftliche Leitbild der Unternehmenspolitik.

    Es basiert auf Werten und Normen, die demUnternehmen zugrunde liegen.

    Unternehmensplanung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Unternehmensziele als Quantifizierung von Mission Statements

    Zeit

    Liquiditt

    Gewinn

    Shareholder Value

    Erfolgspotenziale

    ?

    ?

    ?

    Unternehmensplanung

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    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der strategischen Planung: Umwelt-Analysen

    StrategischePositionierung

    des Unternehmens

    Wettbewerbsumwelt

    Politische Umwelt (Gesetze, Regulierung etc.)

    Technische Umwelt (Erfindungen, Patente etc.)

    Soziale Umwelt (Demografie, Konsumtrends etc.)

    Unternehmensplanung

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    Instrumente der strategischen Planung: Branchenanalysen

    Verhandlungsmacht der Lieferanten

    Bedrohung durch neue Anbieter

    Bedrohung durch Substitutionsprodukte

    Wettbewerb zwischen bestehenden Anbietern

    Verhandlungsmacht der Abnehmer

    Der Klassiker: Das Five Forces Model nach Michael Porter

    Unternehmensplanung

  • 6

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der strategischen Planung: Innovationsplanung

    Kunden-nutzen

    Produktkosten

    hoch

    niedrig

    hoch niedrig

    Unternehmensplanung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der strategischen Planung: Wachstumsplanung

    bestehende neueProdukte

    Mrkte

    bestehende

    neue Marktentwicklung Diversifikation

    ProduktentwicklungMarktdurchdringung

    1 2

    3 4

    Der Klassiker: Die Ansoff-

    Matrix

    Unternehmensplanung

  • 7

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der strategischen Planung: Wertschpfungsplanung

    Beschaffung Produktion Absatz Kunden-dienst

    Wert

    Wert

    Controlling

    Organisation/Personalwirtschaft

    F&E

    Finanzen

    Unternehmensplanung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Marktorientierte Unternehmensstrategie

    (Porter)

    Ausnutzung von Marktunvollkommenheiten auf den

    Mrkte

    Wahl von attraktiven Branchen / Produkten

    Ressourcenorientierte Unternehmensstrategie

    (Prahalad/Hamel)

    Ausnutzung der Einzigartigkeit von Ressourcen

    Schaffung dynamischer Kernkompetenzen

    Unternehmensplanung

    Instrumente der strategischen Planung: Ressourcenplanung

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    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Strategieformulierung auf der Ebene einer Geschftseinheit

    Kostenfhrerschaft Differenzierung Nischenstrategie

    Aufbau eines Kosten-vorsprungs durch:- Economies of Scale- Zugang zu Lieferanten- Kostenkontrolle- Erfahrungskurve

    Aber: Nutzen der Produkte darf nicht vernachlssigt werden! Immer auch Differenzierung beachten.

    Aufbau einer Position der Einzigartigkeit durch:- Qualitt- Image- Service etc.

    Senkt die Preissensibilitt der Kunden.

    Aber: Kosten der Produkte drfen nicht vernachlssigt werden!

    Konzentration auf eine Marktnische, in der die spezifischen Bedrfnisse einer kleinen Gruppe von Abnehmern uneingeschrnkt erfllt werden.

    Unternehmensplanung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der operativen Planung: Budgets

    Ex-Post-Plus-Budgetierung

    Analytische Budgetierung

    Verfahren Vorteile Nachteile

    - einfach- transparent- geeignet bei wenig

    schwankendem Bedarf- geeignet bei geringen

    Werten

    - verknpft Leistung undBudget

    - setzt richtige Anreize- geeignet bei stark

    schwankendem Bedarf- geeignet bei hohen

    Werten

    - falsche Anreize(Dezemberfieber)

    - keine Verknpfung mit der Leistung

    - aufwndig und teuer- wenig transparent

    Unternehmensplanung

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    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der operativen Planung: Kennzahlen (1)

    Kennzahlen sind bewusste Verdichtungen komplexer betriebswirtschaftlicher Sachverhalte.

    Ein Kennzahlensystem umfasst die Mehrheit sich ergnzender Kennzahlen,die auf einen gemeinsamen Sachverhalt gerichtet sind.

    Prmissen:! Abbildbarkeit eines Sachverhalts in Zahlen! ausreichende Reprsentativitt der Kennzahlen

    Ausprgung in der Praxis der Unternehmensplanung:! sehr starke praktische Verbreitung, sowohl unternehmensintern als auch

    unternehmensbergreifend (z.B. Kennzahlen fr Branchenvergleiche)! Ausprgung als absolute oder - hufiger- relative Kennzahlen! hohe Praxisdurchdringung finanz- und erfolgswirtschaftlicher

    Kennzahlensysteme

    Unternehmensplanung

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    Instrumente der operativen Planung: Kennzahlen (2)

    ! Operationalisierungsfunktion: Quantifizierung von Zielen und Zielerreichungsgraden (Sollwerte, Bandbreiten).

    ! Kontrollfunktion: Erkennen von Aufflligkeiten und Abweichungenim Zeitablauf und im Quervergleich.

    ! Steuerungsfunktion: Feststellen der Ursachen von Abweichungenund Verbesserungen der Unternehmensprozesse.

    Unternehmensplanung

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    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der integrierten Planung: Gegenstromplanung

    April Juni September Oktober Dezember

    Wirtschaftliche Zielsetzungen,

    Eckwerte

    Zielvorgaben verteilen und in

    die EDV einstellen

    Bereichsinterne Planungen

    Budget-planung

    Budget-Vorschlag

    Vom Vorstand genehmigtes

    Budget

    Genehmigtes Budget wird ins System eingestellt

    Unternehmensplanung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der integrierten Planung: Soll-Ist-Analysen

    Planung derErgebnisziele

    Versuch der Realisationder Ergebnisziele

    Ist-Erfassung desErreichungsgrads

    der Ziele

    Kontrolle undInterpretation der

    Soll-Ist-Abweichung

    Manahmen

    mit dem Ziel:

    Anpassung

    der Durch-

    fhrung an

    die Planung

    feed-back

    Manahmen

    mit dem Ziel:

    Anpassung

    der Planung

    an verndertes

    Wissen

    andereInformationsquellen

    feed-forward

    Unternehmensplanung

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    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der integrierten Planung: Werttreiberbume

    Steuerungsgren / Key Performance Indicators (KPI)

    finanzielleoperative

    Endprodukte

    Umsatz

    Stckzahl

    Preis

    Umlauf-vermgen

    Anlage-vermgen

    Kapital-kostensatz

    GebundenesKapital

    Wert-beitrag

    Kapital-kosten

    EBIT

    Kosten

    Rohstoffe

    Zwischenprodukte

    Umlaufbestand

    Materialkosten

    Personalkosten

    Gemeinkosten

    Qualittskosten_

    _

    x+

    x" Hohe Lieferanteile bei

    wertvollen Kunden" Kundenbindung" Wertschpfungstiefe" Durchlaufzeiten " Verlsslichkeit" Breite des Produkt- und

    Leistungsprogramms" Innovative Produkte" Qualifikationsmanahme

    n" Kaufmnnische

    Steuerungssysteme" Forderungsmanagement"

    Unternehmensplanung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der integrierten Planung: Balanced Scorecard (1)

    Kunden-perspektive

    Interne Prozess-perspektive

    Lern- und Wachs-tumsperspektive

    Strategie

    FinanziellePerspektive

    Unternehmensplanung

  • 12

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Instrumente der integrierten Planung: Balanced Scorecard (2)

    Finanzielle Perspektive

    Kundenperspektive

    Interne- (Geschftsprozess) Perspektive

    Lern- und Entwicklungsperspektive

    ROCE

    Kundentreue

    PnktlicheLieferung

    Prozess-qualitt

    Prozess-durchlaufzeit

    Fachwissen der Mitarbeiter

    Unternehmensplanung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Probleme der integrierten Planung in groen Unternehmen

    ! Kurzfristige versus langfristige Ausrichtung: Gefahr der kurzfristigen Ergebnisverbesserung zu Lasten des langfristigen Erfolgs (Bsp. F&E)

    ! Bereichs- oder Gesamtverantwortung: Gefahr des Bereichsegoismus,Streit um Verrechnungspreise, Problem der Sicherstellung von Synergien

    ! Messbarkeit der Ergebnisgren: Nicht alle Ergebnisgren sind gleichgut quantifizierbar, Gefahr der Dominanz leicht messbarer Kriterien

    ! Kontrollierbarkeit der Ergebnisgren: Der Gewinn eines Profit Center hngt als hoch aggregierte Gren von vielen Einflussfaktoren ab, die eine Fhrungskraft oft nur zum Teil beeinflussen kann

    ! Leistungsanreize: Problem des Motivation Crowding-Out, der Konzentration auf vergtete Erfolgsgren usw.

    Unternehmensplanung

  • 13

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Phasen der Planung und Realisierung einer Neugrndung

    Vorgrndungsphase Nachgrndungsphase

    Idee Planung Errichtung Bewh-rung

    Wachstum

    Markteintritt

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die Rolle des Businessplans bei einer Unternehmensgrndung

    Bereitschaft zurSelbstndigkeit

    Geschftsidee

    Rahmen-bedingungen

    Grndungs-absicht

    Business Plan

    Unterneh-merische

    Eigenschaften

    Kapitalgeber

    Partner, Bera-ter, Experten

    Grndung

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 14

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Aufgaben eines Businessplans

    Eigeninformationfr die Grnder

    Marketing fr

    Kapitalgeber

    ! Der Vorgang des Erstellens eines Businessplans ist ntzlicher als der entstandene Plan selbst (Planungsfunktion).

    ! Der Businessplan untersucht, ob die Geschftsidee wirtschaftliches Potenzial besitzt (Informationsfunktion).

    ! Der Businessplan hilft Kapitalgeber und Kreditgeber zu berzeugen (Marketingfunktion).

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Woran scheitern eigentlich Neugrndungen?

    28 % aller Grnder haben Finanzierungsprobleme:Keine Reserven eingeplant, Steuerlast unterschtzt, Zahlungsmoral berschtzt, laufende Auszahlungsverpflichtungen unterschtzt

    13 % aller Grnder haben Absatzprobleme:Falsche Preispolitik, Kundenbedrfnisse nicht genau beachtet, Konkurrenten bersehen

    14 % aller Grnder haben Probleme mit der Brokratie:Vorschriften unbekannt oder unverstndlich

    Ein Businessplan hilft dabei, die hufigsten Ursachen frein frhzeitiges Scheitern des Unternehmens zu verhindern.

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 15

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Worauf achten Investoren, die einen Businessplan lesen?

    1. Auf die Personen der GrnderI invest in management, not ideas. (Arthur Rock)

    2. Auf die Executive SummaryWers nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen undweiterarbeiten, bis ers klar sagen kann. (Karl Popper)

    3. Auf Rendite und WachstumspotenzialShoot for the moon. Even if you miss it you will land among thestars. (Les Brown)

    4. Darauf, ob die relevanten Risiken erkannt wurdenVenture capitalitsts can take a lot of bad news, but they hatesurprises. (Jack Hayes)

    5. Auf die uere FormEine Arbeit, die formal nicht in Ordnung ist, kann auch inhaltlichnicht sehr gut sein. (Horst Albach)

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die Gliederung eines Businessplans

    1. Executive Summary2. Grnder3. Produkt (auch Verfahren oder Dienstleistung)4. Kunden und Mrkte5. Konkurrenz6. Beschaffung und Produktion7. Organisation und Management8. Unternehmen9. Risikoanalyse10. Finanzplan11. Anhang

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 16

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Markt- und Kompetenzanalysen in einem Businessplan

    Herausragende PositionWelche neuen Kernkom-

    petenzen mssen wir aufbauen, um unsere

    Marktposition zu schtzen und auszubauen?

    Weie FleckenWelche neuen Produkte

    Knnten wir schaffen, indemwir unsere Kernkompetenzen

    in kreativer Weise neueinsetzen oder anders

    kombinieren?

    Lcken fllenWie knnen wir

    unsere Position auf denbestehenden Mrktenverbessern, indem wir

    unsere Kernkompe-tenzen besser nutzen?

    Mega ChancenWelche neuen Kernkompe-

    tenzen mssten wir aufbauen,um an den spannendsten

    Mrkten der Zukunft teilnehmen zu knnen?

    Bestehend

    Mrkte

    Bestehend

    Neu

    Kompetenzen

    Neu

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Produktplanung in einem Businessplan

    BegeisterungseigenschaftenLieblingswein am Tisch

    ZusatzeigenschaftenMinibar auf dem Zimmer

    Erwartete EigenschaftenSaubere Handtcher im Badezimmer

    KernproduktHotelzimmer

    KundenbedrfnisRuhe, Schlafen

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 17

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Wettbewerberanalysen in einem Businessplan

    Marketingressourcen und fhigkeiten

    - Art und Qualitt der Produkte

    - Breite und Tiefe des Produktprogramms

    - Altersstruktur der Produkte

    - Qualitt des Service

    - Etc.

    Produktions- und Forschungspotenzial

    - Innovationspotenzial

    - Standardisierungsma der Erzeugnisse

    - Produktivitt und Kostenposition

    - Ausma und Flexibilitt der Produktion

    - Etc.

    Finanzkraft und Rentabilitt

    - Entwicklung der Bilanz-Hauptposten

    - Verschuldungsgrad

    - Gewinnsituation und Dividendenpolitik

    - Verzinsung des Kapitals und Cash-flows

    - Etc.

    Managementpotenzial und -fhigkeiten

    - Qualitt der Fhrungskrfte und Mitarbeiter

    - Stand und Qualitt der Fhrungssysteme

    - Umsatz und Kosten je Mitarbeiter

    - Aus- und Weiterbildungssysteme

    - Etc.

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Personalplanung in einem Businessplan

    ! Personalbedarfsermittlung

    ! Personalmarketing

    ! Personalauswahl

    ! Personaleinsatzplanung

    ! Aus- und Weiterbildung, Karriereplanung

    ! Personalfreisetzung

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 18

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Marketingplanung in einem Businessplan

    Die absatzpolitischen

    Instrumente

    Andere(non-price marketing)

    Preis(price marketing)

    Promotion

    (Kommunika-tionspolitik)

    Place

    (Distributions-politik)

    Product

    (Produktpolitik)

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Beschaffungsplanung in einem Businessplan

    ! Eigenentwicklung und Eigenerstellung

    ! Kapitalbeteiligung am Lieferanten

    ! Lieferantenansiedlung

    ! Langzeitvereinbarung

    ! Jahresvertrge

    ! Spontankauf am Markt

    Abnehmender Grad der vertikalen Integration

    Wie viele Stufen der Wertschpfung will ich

    abdecken?

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 19

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Kapitalbedarfsplanung in einem Businessplan (1)

    Geschfts-idee

    Finanzierungs-Strategie

    Unter-nehmens-strategie

    Kapitalquellen und Art des

    Vertrags

    Kapitalbedarf

    Burn rate Umlaufvermgen Sachanlagen Reserven Umsatz

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Kapitalbedarfsplanung in einem Businessplan (2)

    Netto Cash flow

    Zeit

    Hhe des Kapitalbedarfs

    Dauer desKapitalbedarfs

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 20

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Cash flow-Planung in einem Businessplan

    Liquidittsplanung Geschftsjahr 1 Geschftsjahr 2 Geschftsjahr 3M 1 M 2 M 3 M 4 M 5 M 6 Q 3 Q 4 Q 1 Q 2 Q 3 Q 4 Q 1 Q 2 Q 3 Q 4

    1 Einzahlungen1.1 Umsatzerlse1.2 sonstige Einzahlungen1.3 Summe Einzahlungen

    2 Auszahlungen2.1 Anlageinvestitionen2.2 Personal2.3 Material2.4 sonst. Betriebsausgaben2.5 Kredittilgung2.6 Zinsen2.7 Umsatzsteuer2.8 Steuern2.9 sonstige Auszahlungen2.10 Summe Auszahlungen

    3 Liquidittssaldo

    4 Liquidittssaldo kumuliert

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Finanzierungsplanung in einem Businessplan (1)

    Innenfinanzierung

    Eigenkapital FremdkapitalUmsatzerlse

    Finanzierung

    FremdfinanzierungEigenfinanzierung

    Auenfinanzierung

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 21

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Typische Fehler in Businessplnen (I)

    Das Unternehmenskonzept wird vornehmlich technisch (angebots-orientiert) dargestellt. Auf Kundenbedrfnisse wird zu wenig eingegangen.

    If you dont know the customer benefit, it is hopeless.(Branco Weiss)

    Angeblich gibt es keine Konkurrenz.

    If there is no competition, theres probably no market.(Brian Wood)

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Es gibt keinen erkennbaren Wettbewerbsvorteil.

    An idea may sound great in your own mind, but when you put down the details and numbers, it may fall apart.(Eugene Kleiner)

    Ertrge werden berschtzt, Kosten und Kapitalbedarf werdenunterschtzt.

    The seeds of every companys demise are contained in itsbusiness plan. (Fred Adler)

    Typische Fehler in Businessplnen (II)

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 22

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Aussagen in Businessplnen und was dahinter steckt

    Source: Sahlmann, William A. (1997): How to Write a Great Business Plan, Harvard Business Review, July/August, p. 106

    We conservatively project...

    We took our best guess and divided by 2.

    We project a 10% margin.

    The project is 98% complete.

    We only need 10% market share.

    Customers are clamoring for our product.

    We have no competition.

    We seek a value-added investor.

    We read a book that said we need to be a $50 million company in five years.

    We accidentally divided by 0.5.

    We did not modify any of the assumptions in the business plan template from the internet.

    To complete the remaining 2% will take as long as the initial 98% but will cost twice as much.

    So do the other 50 entrants getting funded.

    We have not yet asked them to pay for it.

    Only IBM, Microsoft, Netscape, and Sun have announced plans to enter the business.

    We are looking for a passive, dumb-as-rocks investor.

    Planung neu zu grndender Unternehmen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die uere Form von Businessplnen

    klarKISS: Keep it short

    and simple

    kurznicht mehr als 25

    Seiten plus Anhang

    fehlerfreiRechtschreib- und Gestaltungsfehler

    vermeiden

    objektivund vollstndig

    eindrucksvollordentlich

    gebunden + gute Druckqualitt

    nicht-technischBetonung des

    Kaufmnnischen

    Planung neu zu grndender Unternehmen

  • 23

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Grundstzliche F&E-Strategien

    (1) Offensive Strategie

    (2) Defensive Strategie

    (3) Absorbierende Strategie

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Kundenakzeptanz bei Innovationen

    Innovatoren

    Frhe Anneh-mer

    Frhe Mehrheit

    Spte Mehrheit

    Zauderer

    Zeit bis zur Produktannahme

    AnteilderAnnehmer

  • 24

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Einflussgren der Kundenakzeptanz von Innovationen

    1. Relativer Vorteil: Ausma der wahrgenommenen Nutzen-Kosten-Relationeiner Innovation gegenber der Konkurrenz aus Sicht des Adopters.

    2. Kompatibilitt: Vereinbarkeit mit frheren Investitionsobjekten des Adopters und wahrgenommene Konsistenz mit dessen Werten und Erfahrungen.

    3. Komplexitt: Ausma der Schwierigkeiten beim Verstehen der Haupteigenschaften u. des Anwendungsnutzens einer Innovation.

    4. Erprobbarkeit: Ausma, in dem sich eine Innovation vor der verbindlichen Adoptionsentscheidung durch den Adopter testen lst.

    5. Kommunizierbarkeit: Schwierigkeitsgrad, wie einfach die zentralen Eigenschaften einer Innovation bernahmeinteressenten bekannt gemacht werden knnen.

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Zeitbezogene Innovationsstrategien

    Pionier

    Early Follower

    Late Follower

    g Als Erster eine neue Technologie einfhren

    g Technologiefhrer mit Zeitvorsprung

    g Groe Chancen bei groen Risiken

    g Markteintritt nach dem Pionier

    g Kann von den Fehlern des Pioniers lernen

    g Hat keinen Innovatorbonus mehr

    g Eintritt nur in etablierte Technologien

    g Zeitliche Markteintrittsplanung ist weniger wichtig

    g Fokus auf Kostenfhrerschaft

  • 25

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Ein detailliertes Phasenschema des Innovationsprozesses

    1. Umweltanalyse2. Ideensuche3. Erfindung4. berprfung der technischen Machbarkeit5. Entwicklung6. Testen des Prototypen oder der Versuchsanlage7. konomische Machbarkeitsstudien8. Entwicklung der Fertigungstechnologie9. Testen der Serienfertigung10. Anmeldung, Genehmigung, Registrierung11. Markteinfhrung12. Kontrolle des Innovationserfolgs

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Die Beeinflussbarkeit des Ergebnisses nimmt ab

    Produkt-planung

    Produkt-gestaltung

    Produkt-realisierung

    Fertigung Einsatz

    Entwicklung

    Beeinflussbarkeitdes Ergebnisses

    Mit Abschluss der Produktgestaltungwerden ca.:90% der funktionalen Eigenschaften,80% der Termine,70% der Qualitt und60% der Produktkosten festgelegt.

  • 26

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Grad der optimalen Zentralisierung des Innovationsmanagements

    Voll zentrale F&E Voll dezentrale F&E

    6

    "hoch"

    Orientierungan (Gro-)Kunden "niedrig"

    KritischerMindest-bedarf anRessourcen

    5

    "nicht erforderlich"

    "erforderlich"

    Zeithorizont 4

    "kurzfristig"

    "langfristig"

    Grundstruktur der Organisation

    funktional

    divisional 1

    7zentraleService-dienste

    "notwendig"

    "nicht notwendig"

    Zahl der Kern-technologien

    2"mehrere"

    "nur eine"

    angestrebter Innovationsgrad

    3"inkremental"

    "radikal"

    Mischformen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Das Grundproblem des Schnittstellenmanagement

    Schnittstellen bestehen:

    g zwischen mindestens zwei unterschiedlichen Teilbereichen (mit Handlungsautonomie),

    g die gleichgeordnet sind,

    g in Interaktionsbeziehung stehen, welche zwingend ist

    g und zu Konflikten fhrt.

    g Zudem haben die Teilbereiche keinen gemeinsamen Vorgesetzten.

  • 27

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Schnittstellenmanagement Im Innovationsprozess

    F&E

    Beschaffung ProduktionMarketing

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Das Zwei-Promotoren-Modell (1)

    Promotoren

    - sind Personen, die einen Innovationsprozess aktiv und intensiv frdern

    - starten den Innovationsprozess

    - lassen das Aktivittsniveau nicht absinken

    - beenden den Entscheidungsprozess

    Machtpromotoren

    berwinden der Willensbarrieren durch hierarchisches Potential

    Fachpromotoren

    berwinden der Fhigkeitsbarrieren durch Expertenwissen

  • 28

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Das Zwei-Promotoren-Modell (2)

    hat groes hierarchisches Potential

    setzt Ziele und Prioritten

    stellt Ressourcen bereit

    beeinflusst Termine

    beeinflusst Personalentscheidungen

    blockiert Opposition

    schtzt Fachpromotoren

    Machtpromotor Fachpromotor

    ! hat Expertenwissen

    ! erkennt neue Chancen

    ! stimuliert Visionen

    ! beurteilt externe Lsungsvorschlge

    ! kennt kritische Details

    ! entwickelt Alternativen

    ! realisiert Konzepte

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Das Drei-Promotoren-Modell (1)

    Fach-Promotor

    Prozess-Promotor

    Macht-Promotor

  • 29

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Das Drei-Promotoren-Modell (2)

    ZielbildungSicherung des

    strategischen Fitberwindung

    von OppositionFreigabe von Ressourcen

    Initiative

    Beitrge des Machtpromotors

    Initiative

    Alternativen-generierung

    EigentlicheProblemlsung

    EndgltigeRealisierung

    Beitrge des Fachpromotors

    Test aufBetroffensein,

    Problem-definition

    Zerlegung desGesamtprozessin Teilprozesse,

    Bestimmungvon Reihen-folgen undTerminen

    Zusammen-fhrung der Teilprozesse,

    Zieldetaillierung,

    Konflikt-management

    Motivation,

    Erklrung,

    Instruktion,

    Werbung

    Beitrge des Prozesspromotors

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Kooperation mit Kunden

    Arten von Kunden

    Beteiligter Kunde: hat bei der Entwicklung geholfen

    Lead user: hatte das Bedrfnis vor allen anderen

    Referenzkunde: erzhlt anderen vom Produkt

    Normaler Kunde: hat das Produkt gekauft

  • 30

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Planung der Neuproduktentwicklung

    Kooperation mit anderen Unternehmen

    g ... technologische Ergnzungseffekte (= Komplementreffekte), wenn die Partner auf unterschiedlichen Technologiefeldern, die miteinander zu verknpfen sind, arbeiten.

    g ... technologische Ersatzeffekte (= Substitutionseffekte), wenn die Partner hnliche Technologien vorantreiben, aber ein Unternehmen ber die leistungsfhigere Technologie verfgt.

    g ... technologische Parallelisierungseffekte, wenn die Partner unterschiedliche Technologien vorantreiben, ohne dass zum Kooperationszeitpunkt die leistungsfhigere Technologie identifizierbar ist.

    g ... technologische Erweiterungseffekte (= Diversifikationseffekte), wenn zwar auf unterschiedlichen, nicht zu verknpfenden Technologiefeldern gearbeitet wird, aber ausgewhlte Untersttzungsaktivitten im Innovationsprozess gemeinsam effizienter bewltigt werden knnen.

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Was bedeutet Corporate Governance?

    Corporate Governance bezeichnet die Organisation der

    Leitung und Kontrolle eines Unternehmens mit dem Ziel

    des Interessenausgleichs zwischen den beteiligten

    Anspruchsgruppen.

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 31

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Das Grundproblem der Corporate Governance

    Erwirtschafteneines maximalen

    berschusses

    g Um maximale berschsse zu erwirtschaften, muss wirtschaftliche Effizienz sichergestellt und Opportunismus des Managements begrenzt werden.

    g Allokative Effizienz und Verteilungsgerechtigkeit sind in der Praxis interdependente Probleme.

    Geeignete Verteilung des

    berschusses auf die Stakeholder

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Stakeholder: Informationsasymmetrien und Interessendivergenzen

    Sonstige (Lieferanten,

    Kunden, Staat etc.)Anteilseigner

    Mitarbeiter

    Manager

    Fremdkapital-geber

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 32

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Formen der Kontrolle des Managements durch die Anteilseigner

    Ergebnisabhn-gige Vergtung

    Publizitt und Haftung

    Stimmrechts-ausbung auf

    der HV

    Wettbewerb auf Arbeits- und

    Produktmrkten

    Aufsichtsgremien bernahme-drohung

    Hidden Characteristics,

    Intentions, Action

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Mitbestimmungs-modell

    Stakeholder Value-Modell

    Shareholder Value-Modell

    niedrig

    hoch

    Beteiligung der Mitarbeiter

    hoch

    Beteiligung anderer Stakeholder

    Varianten der Einbindung von Stakeholdern

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 33

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Der Shareholder Value-Ansatz

    g Unternehmenswertsteigerung als zentrale Zielgre

    g Problematik der Messung von Wertsteigerungen (Shareholder Value, CFROI, EVA, RAVE, Marktkapitalisierung etc.)

    g Orientierung an den Interessen nur einer Anspruchsgruppe (Anteilseigner)

    g Die Interessen der anderen Stakeholder werden ber Vertrge und Marktmechanismen durchgesetzt.

    g Zentrales Problem: Kontrolle des Managements durch die Anteilseigner (Principal-Agent-Problem)

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Der Mitbestimmungs-Ansatz

    g Schutz der Mitarbeiter vor Entlassungen und schlechten Arbeitsbedingungen als politisches Ziel

    g Kombination einer Mitbestimmung auf betrieblicher Ebene (Betriebsrat) und Unternehmensebene (Aufsichtsrat)

    g Sicht der Partizipationstheorie: Frderung von Investitionen der Mitarbeiter in firmenspezifisches Humankapital

    g Institutionenkonomische Sicht: Einschrnkung der Verfgungsrechte der Anteilseigner, zustzliche Transaktionskosten

    g Zentrales Problem: Interessenausgleich von Anteilseignern und Mitarbeitern im Aufsichtsrat (Mitarbeitervertreter als fleet in being)

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 34

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Mitbestimmung als mehrstufiges, nicht lineares PA-Problem

    Aufsichtsrat

    Vorstand

    Mitarbeiter

    Anteilseig-nervertreter

    Mitarbeiter-vertreter

    Principal

    Agent

    Principal

    Agent (und Principal)

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Der Stakeholder Value-Ansatz

    g Drei Varianten des Stakeholder Value-Ansatzes:1) unverbindlich (Unternehmensgrundsatz)2) schwach institutionalisiert (Beirat ohne Befugnisse)3) institutionalisiert (Vertreter im Aufsichtsrat)

    g Begriff wird seit den 90er Jahren hufig gebraucht, bisher nur vereinzelte praktische Umsetzung

    g Institutionenkonomische Sicht: Politisierung der Entscheidungsfindung mit zwei wesentlichen Nachteilen (Tendenz zum Status Quo und Langsamkeit)

    g Zentrales Problem: Orientierung an allen mglichen Interessen erweitert die Handlungsspielrume des Managements erheblich

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 35

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Das deutsche Modell der Corporate Governance

    g Zweistufige Corporate Governance (Vorstand und Aufsichtsrat)

    g Mitbestimmung

    g Groe Bedeutung der Fremdfinanzierung, traditionell glubigerschutz-orientierte Rechnungslegung (HGB), seit einiger Zeit auch IAS und US-GAAP

    g Wechselseitige Verflechtungen von Unternehmen (insbesondere Banken und Versicherungen), praktisch keine feindlichen bernahmen

    g Kollegialprinzip der Unternehmensleitung, aktienkursabhngige variable Vergtung (Stock Options)

    Deutschland verfgt ber ein bankenorientiertes Insider Control System, in dem die Kapitalmarktorientierung zunimmt.

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Das US-amerikanische Modell der Corporate Governance

    g Einstufige Corporate Governance (Board, mit Inside und Outside Directors)

    g Shareholder Value-Orientierung, Groe Bedeutung der Kapitalmarkt-finanzierung, traditionell aktionrsorientierte Rechnungslegung (US-GAAP) und weitreichende Publizitt

    g Breit gestreuter Anteilsbesitz und kaum wechselseitige Verflechtungen, keine Beteiligung von Banken an der Kontrolle der Unternehmensleitungen, groe Bedeutung von institutionellen Investoren (Pensionsfonds, Anlagefonds), eingeschrnkte Bedeutung des Markts fr (feindliche) bernahmen

    g Direktorialprinzip der Unternehmensleitung (CEO)

    Die USA verfgen ber ein marktorientiertes Outsider Control System mit fderalistischem Unternehmensrecht (interner Systemwettbewerb).

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 36

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Das japanische Modell der Corporate Governance

    g Dreistufige Corporate Governance (Board, geschftsfhrender Ausschuss, Prfungsausschuss)

    g Nicht institutionalisierte Stakeholder Value-Orientierung

    g Groe Bedeutung der Fremdfinanzierung in Kombination mit kleineren Eigenkapitalanteilen der Banken

    g Wechselseitige Verflechtungen von Unternehmen in Form von Keiretsu

    g Hierarchische Unternehmensleitung, aber Abstimmung der Unternehmensleitungen untereinander (in Presidents Councils)

    Japan verfgt ber ein bank- und gesellschaftsorientiertes Insider Control System, das bisher sehr vernderungsresistent war.

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die drei Systeme im Vergleich

    Deutschland USA Japan

    Zielsetzung: UnternehmensinteresseLeitung: Kollegialittsprinzip

    Kontrolle:vornehmlich institutionen- und bankdominiert

    Stakeholder-Beteiligung:Mitarbeiter (immer)Banken (hufig)Politiker (vereinzelt)

    Zielsetzung: AktionrsinteresseLeitung: Direktorialprinzip

    Kontrolle:vornehmlich kapitalmarktorientiert

    Stakeholder-Beteiligung:keine

    Zielsetzung: UnternehmensinteresseLeitung: Seniorittsprinzip

    Kontrolle:vornehmlich institutionen- und bankdominiert

    Stakeholder-Beteiligung:Mitarbeiter (informell)Banken (hufig)Partneruntern. (hufig)

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 37

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die Rolle des Deutschen Corporate Governance Kodex

    g Entstehungsgeschichte:Einsetzung der Regierungskommission Corporate Governance durch den Bundeskanzler im Mai 2000Kodex-Kommission (Cromme-Kommission) wurde mit der Erarbeitung eines Kodex beauftragt.Erlass der ersten Fassung des Kodex am 26.02.2002.

    g Idee: Ergnzung und Erluterung geltender gesetzliche Vorgaben, Code of Best Practice als Verhaltensempfehlung (soft law), laufende Fortentwicklung.

    g Konkrete Regelung: Jedes Unternehmen muss angeben, ob es den Empfehlungen des Kodex folgt oder warum es das nicht tut (comply or explain), Verankerung in 161 AktG.

    g Kritik: Korporatismus, berflssige (muss) und irrelevante (sollte) Regelungen, Ausklammerung zentraler Fragen (z.B. Mitbestimmung)

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Der Sarbanes-Oxley Act (1)

    g Gltig seit 30.07.2002 fr Unternehmen, die in den USA brsennotiert sind (auch foreign registrants bzw. non-US issuer).

    g Idee: Ausdehnung der zivil- und strafrechtlichen Verantwortung der obersten Leitungsorgane.

    g Konkrete Regelung: CEOs und CFOs mssen in jedem Jahresbericht (z.T. auch in jedem Zwischenbericht) eidesstattlich und mit Unterschrift beglaubigen, dass sie den Bericht durchgelesen haben und dass keine wesentliche Tatsache falsch dargelegt oder nicht dargelegt wurde.

    g Offene Fragen:Verbessert der Sarbanes-Oxley Act die Corporate Governance?Was passiert bei deutschen Unternehmen, die in den USA gelistet sind?Brauchen wir ein hnliches Gesetz in Deutschland?

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 38

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Der Sarbanes-Oxley Act (2)

    1. CEO and CFO must personally attestthat financial reports meet securities law requirements.

    2. Real-time disclosure of material events.

    3. Stricter independence standards for auditcommittee members and auditors

    4. Prohibition of loans to employees and executives.

    5. Increased criminal and civil liability for securities violation.

    6. Obligation of counsel to report violations of law.

    7. Creation of a private/public entity to oversee accountants.

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Systemwettbewerb und seine Folgen

    g Idee: Unternehmen whlen das Land als Standort, das die beste Corporate Governance anbietet. Je mobiler Unternehmen sind, desto mehr geraten nationale Regierungen unter Druck, ihre Corporate Governance-Regulierung zu verbessern um Abwanderungen zu verhindern.

    g Beispiel: Delaware-Effekt in den USA

    g Aktuelle Entwicklung in Europa:- Centros-Entscheidung des EuGH im Mrz 1999- Inspire Art-Entscheidung des EuGH im Oktober 2003

    g Mgliche Ergebnisse:- Konvergenz der nationalen CG-Systeme- Fortbestand verschiedener CG-Systeme- Dominanz eines CG-Systems

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 39

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Substitutionalitt und Komplementaritt von Kontrollmechanismen

    Marktorientierte Mechanismen

    Kontrollorientierte Mechanismen

    Outsider Control Insider Control

    - bernahmedrohung- liquide Kapitalmrkte- kursbasierte Vergtung- weitreichende Publizitt- keine wechselseitigen

    Beteiligungen- aktionrsorientierte

    Rechnungslegung

    - Aufsichtsrte- illiquide Kapitalmrkte- gewinnbasierte Verg-

    tung- geringe Publizitt- wechselseitige

    Beteiligungen- glubigerorientierte

    Rechnungslegung

    Komplemen-taritten

    innerhalb einer Gruppe

    Substitutio-nalitt der Gruppen

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    g Einzelne Kontroll- und Anreizmechanismen reichen nicht immer aus, um Agency-Probleme zu verhindern.

    g Je weniger gut Mrkte als Kontrollmechanismus funktionieren, desto mehr besteht Bedarf an institutionalisierter Kontrolle

    g Keines der drei theoretischen Grundmodelle ist a priori berlegen. Entscheidend sind die Kooperationsrenten und die Koordinationskosten.

    g Internationale Corporate Governance-Systeme stehen miteinander im Wettbewerb. Das kann zur Dominanz eines Systems, zu einer Konvergenz oder zum Fortbestand verschiedener Systeme fhren.

    g Das angelschsische Corporate Governance-Modell hat den Vorteil, einfach und marktorientiert zu sein. Es ist mglicherweise langfristig dominant.

    Corporate Governance bleibt im Wandel

    Unternehmensstrategie und Corporate Governance

  • 40

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Grundlagen des Projektmanagements

    Ein erstes Beispiel: Das Geheimprojekt Hermes (1)

    Telekommunikation:

    Dienste &

    Infrastruktur

    Joint Venture:

    Kundengewinnung&

    Kundenmanagement

    Marke:

    Marketing&

    Vertrieb&

    Logistik

    O2 Tchibo Mobil Tchibo

    Tchibofonieren fr Budgeter

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    ! Entwicklung eines eigenen Tchibo Produkts (SIM, Ansagen, CallCenter)

    ! Anpassung von 31 technischen Systemen, Beteiligung von 7 Zulieferfirmen, Integration von 80 Mitarbeitern

    ! Zeitrahmen: Januar Oktober 2004

    ! Roll-out zum Weihnachtsgeschft

    ! Termin vor Kosten aber trotzdem kostenbewusst managen

    ! absolute Geheimhaltung

    ! verkrzte Entwicklungszeiten (2 Monate unter vergleichbaren Projekten)

    ! keine Terminpuffer

    ! keine umfangreichen Produkttests

    Grundlagen des Projektmanagements

    Ein erstes Beispiel: Das Geheimprojekt Hermes (2)

  • 41

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Feasibility

    High Level Design

    Design & Development

    Jan. Feb. Mr. Apr. Mai. Jun. Jul. Aug. Sep. Okt.

    Testing Lab

    E2E Test Lab

    IS Rollout

    Live Implementation

    Commercial Launch

    Aktivitten

    Grundlagen des Projektmanagements

    Ein erstes Beispiel: Das Geheimprojekt Hermes (3)

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    ! Die sieben Erfolgsfaktoren nach eigener Einschtzung:! Klare Zielvorgaben und Anforderungen des Managements! Frher Projektstart! Rigoroses nderungsmanagement! Striktes Terminmanagement! Parallelisierung von Aufgaben! Konsequentes Qualittsmanagement

    ! Einbindung der Stakeholder:! sorgfltige Analyse der Stakeholderinteressen! Identifizierung kritischer Gruppen! Einbindung wichtiger Stakeholder (z.B. Kunden als Friendly User)! Feedback-Management

    Grundlagen des Projektmanagements

    Ein erstes Beispiel: Das Geheimprojekt Hermes (4)

  • 42

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    ! Termin wurde eingehalten: Roll-out im Oktober 2004

    ! Vorgegebenes Budget wurde um mehr als eine Millionen unterschritten

    ! 20.000 Verkufe am ersten Tag

    ! 435.000 neue Mobilfunkkunden fr O2 nach einem Jahr

    ! Spitzenplatz unter den deutschen Mobilfunkofferten (Computer Bild, Connect)

    ! Verleihung des Deutschen Projektmanagement Award 2005 der GPM

    Grundlagen des Projektmanagements

    Ein erstes Beispiel: Das Geheimprojekt Hermes (5)

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Grnde fr die steigende Bedeutung von PM

    ! Dynamik der Umweltbedingungen:! Kundenwnsche ndern sich schneller! Technologischer Fortschritt beschleunigt sich! Produktlebenszyklen werden krzer! Konkurrenzdruck steigt

    ! Komplexitt der Aufgabe:! Globalisierung nimmt zu! Kundenansprche steigen! Immer umfangreicher Information stehen zur Verfgung und

    mssen verarbeitet werden! Dekomposition der Wertschpfungskette schreitet fort! Umfang (Budget/Zeit) der Vorhaben wchst stndig

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 43

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Entwicklung der Produktlebenszyklen in der Automobilindustrie*

    0

    2

    4

    6

    8

    10

    1990 1995 2000 2004

    Modell-wechsel in

    Jahren

    * In Anlehnung an Magna Styr auf www.automagazin.de und Niederlnder (2000), S.196.

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Komplexitt der Umweltbedingungen als treibende Kraft

    Industriekategorie Aufgabe Umwelt

    A Einfach Dynamisch

    B Einfach Statisch

    C Komplex Dynamisch

    D Komplex Statisch

    ! Projektmanagementanstze finden sich vor allem in Industrien der Kategorien C und D

    ! Beispiele fr Kategorie C: Luft- und Raumfahrt, Rstung, IT

    ! Beispiel fr Kategorie D: Hoch- und Tiefbau

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 44

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die Vorteile des PM-Ansatzes

    ! Projektstruktur gewhrleistet zweckoptimale Zusammensetzung der Teams

    ! Interdisziplinaritt

    ! zeitweise Einbindung externer Mitarbeiter

    ! dynamische Anpassung des Teams

    ! Normaler Geschftsablauf wird nicht gestrt

    ! Innovationskraft wird gefrdert

    PM als Methode der Komplexittsreduktion gewinnt an Bedeutung

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Definition des Projektbegriffs (1)

    Nach IPMA Competence Baseline zeichnen sich Projekte aus durch:

    - Komplexitt

    - Einzigartigkeit

    - Neuartigkeit und

    - Interdisziplinaritt

    Probleme:

    - Was ist neuartig bzw. einzigartig?

    - Mssen alle Projekte alle Kennzeichen aufweisen?

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 45

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Definition des Projektbegriffs (2)

    ! Nach DIN 69 901 sind Projekte definiert als Vorhaben, die im Wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet sind, wie:

    ! Klare Zielvorgabe

    ! Zeitliche Befristung mit einem Anfangs- und Endtermin

    ! Begrenzungen finanzieller, personelle oder andere Art

    ! Abgrenzung gegenber anderen Vorhaben

    ! Projektspezifische Organisation.

    ! Projekte tragen ein erhhtes Risiko in technischer, wirtschaftlicher oder terminlicher Hinsicht.

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Definition des Begriffs Projektmanagement

    ! Nach DIN 69 901 ist Projektmanagement definiert als die Gesamtheit von Fhrungsaufgaben, -organisation, -techniken, und mitteln fr die Abwicklung eines Projekts.

    ! Zum Projektmanagement gehren somit alle Aktivitten fr Definition, Planung, zielgerichteten Abwicklung, Kontrolle und Abschluss eines Projekts.

    ! Aus institutioneller Sicht stellt das Projektmanagement die Organisationseinheit dar, die die zur Projektdurchfhrung notwendigen Fhrungsaufgaben bernommen hat.

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 46

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Abgrenzung Projekt, Prozess und Produkt

    Definition EntwurfReali-sierung

    Erpro-bung

    EinsatzIdee Produkt

    Prozess

    Projekt

    ! Produkt: Erzeugnis oder Ergebnis eines Ttigkeitsvorhabens (Gert, Schriftstck, Programm, Dienstleistung).

    ! Prozess: das eigentliche Vorgehen im Projekt. Beschreibt den Planungs- und Realisierungsablauf.

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektarten (1)

    ! Nach Stellung des Auftraggebers:

    ! Interne Projekte (Projektsponsor ist Mitglied des Unternehmens)

    ! Externe Projekte (Projektsponsor ist Kunde des Unternehmens)

    ! Nach Erzeugnissen:

    ! Investment Projekte (z.B. Anlagen, Maschinen)

    ! Organisationsprojekte (z.B. Restrukturierung, Internationalisierung)

    ! Forschungs- und Entwicklungsprojekte (z.B. Software, Lasertechnik)

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 47

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektarten (2)

    ! Nach Hufigkeit:

    ! einmalige Projekte (Strategieprojekte, Forschungsprojekte)

    ! Wiederholte (oder Routine-) Projekte (Softwareeinfhrung, Hoch- und Tiefbau)

    ! Andere Klassifizierungen:

    ! Internationalitt der Projekte

    ! Gre der Projekte

    ! Dauer der Projekte

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Das magische Dreieck des PM

    Qualitt

    Zeit KostenTerminplan wird

    eingehalten

    Budgetvorgaben werden

    eingehalten

    Kundenwnsche werden erfllt

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 48

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projekterfolgsquoten (in %)*

    0

    20

    40

    60

    80

    100

    klein (10m)

    * GPMA und PA Consulting Group (2004)

    0

    20

    40

    60

    80

    100

    klein (10m)

    IT Projekte Produktentwicklung

    0

    20

    40

    60

    80

    100

    klein (10m)

    Organisationsvernderungen

    0

    20

    40

    60

    80

    100

    klein (10m)

    Standortwechsel

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Ursachen fr das Scheitern von Projekten*

    * Quelle: GPM und PA Consulting Group (2004)

    0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70%

    Technische Anforderungen zu hoch

    Fehlende Untersttzung des Top Managements

    Mangelhaftes Stakeholder Management

    Fehlende PM Methodik

    Mangel an qualif izierten Mitarbeitern

    Schlechte Kommunikation

    Unzureichende Projektplanung

    Fehlende PM Erfahrung auf Leitungsebene

    Politik, Egoismen, Kompetenzstreitigkeiten

    Fehlende Ressourcen bei Projektstart

    Unklare Anforderungen und Ziele

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 49

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Weiche Faktoren sind Hauptursache fr Scheitern (1)

    ! Unklare Anforderungen und Ziele:

    Ein abgestimmter Management Plan, der die Ziele und Projektparameter klar beschreibt, fehlt hufig beim Projektstart und fhrt zu unterschiedlichen Auslegungen des Auftrags.

    ! Fehlende Ressourcen bei Projektstart:

    Obwohl z.T. kritische Ressourcen fehlen, werden Projekte gestartet. Dies fhrt hufig zu Problemen bei der Integration in das Projektteam.

    ! Politik, Egoismen, Kompetenzstreitigkeiten:

    Unterschiedliche Interessen des Managements und Egoismen von Bereichen fhren immer noch zum Scheitern von Projekten. Dies wird auch durch mangelndes Commitment des Top Managements verstrkt.

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Weiche Faktoren sind Hauptursache fr Scheitern (2)

    ! Fehlende PM Erfahrung auf Leitungsebene:

    ! Wichtige Projekte werden mit Personen besetzt, die kaum oder nicht in ausreichendem Mae ber die erforderlichen Erfahrungen verfgen.

    ! Unzureichende Projektplanung:

    ! Projekte starten oft mit unzureichender Planungstiefe und ohne genaue Kenntnisse ber Dauer und Kosten.

    Hohe technische Anforderungen sind dagegen selten der Grund fr das Scheitern von Projekten!

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 50

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die 11 Erfolgsfaktoren des PM*

    * In Anlehnung an Lechler, T. (1997)

    Erfolgsfaktor Anzahl Studien nach Erfolgseinfluss

    ++ + 0

    Objektive Anforderungen 17 2 1

    Kommunikation 16 6 0

    Planung 9 3 1

    Senior Management 9 2 0

    Controlling 7 1 0

    Projektmanager Autoritt 6 3 0

    Projekt Team Know-How 6 0 1

    Projekt Team Motivation 5 3 0

    Projektmanager Know.How 4 3 1

    Planungs- und Kontrollmethoden 4 1 0

    Mitwirkung 3 4 0

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Der Projektmanagement Prozess und seine Kernaufgaben

    Organisation(Was bentigen wir?)

    Motivation(Wie motivieren wir?)

    Fhrung(Wer fhrt das Team?)

    Kontrolle(Wie beurteilen wir?)

    Planung(Was ist unser Ziel?)

    Projekt-aufgaben

    Grundlagen des Projektmanagements

  • 51

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Der Lebenszyklus eines Projekts

    Projekt-konzeption

    Projekt-konzeption

    Projekt-planungProjekt-planung

    Projekt-durchfhrung

    Projekt-durchfhrung

    Projekt-abschluss

    Projekt-abschluss

    Projektabnahme

    Abschluss-analyse

    Erfahrungs-sicherung

    Projektauflsung

    Operative Durchfhrung

    Terminkontrolle

    Aufwands- und Kostenkontrolle

    Fortschritts-kontrolle

    Dokumentation

    Qualitts-sicherung

    Projekt-organisation

    Strukturanalyse

    Zeit-, Ressourcen- und Kostenanalyse

    Terminierung

    Teamaufbau

    Ressourcen-allokation

    Festlegung Projektziel

    Ressourcen-abschtzung

    Wirtschaftlich-keitsbetrachtung

    Alternativen-bewertung

    Projektmarketing

    Projekt-management

    Ph

    ase

    Au

    fgab

    en

    Grundlagen des Projektmanagements

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Einordnung des strategischen PM

    Unternehmensstrategie

    Strategisches Projektmanagement

    Operatives Projektmanagement

    Auswahl (Strategiekonformitt, Zielsetzung, Projektmix, Wirtschaftlichkeit)

    berwachung (Risikoberwachung, Anpassung, Beendigung)

    Marketing (Projektsponsoring, Stakeholdermanagement)

  • 52

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektbewertungsschema

    Kriterium Gewichtung in %

    A Strategische Ziele Eintritt in neue Mrkte

    10,0

    B Operative Ziele Erhhung der Umsatzrendite

    20,0

    C Machbarkeit Technologisches Risiko

    25,0

    D Kundeneinschtzung Bonitt des Kunden

    15,0

    E Wettbewerbssituation Wettbewerbsintensitt

    20,0

    F Andere Aspekte Politische Trends

    10,0

    100,0

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Machbarkeitsstudien

    ! Technische Machbarkeit: Technologien, Wissen

    ! Personalressourcen: Mitarbeiter in ausreichender Anzahl und mit geeigneter Qualifikation

    ! Ressourcenverfgbarkeit:: Gerte, Maschinen, Laboreinrichtungen, etc.

    ! Finanzielle Mittel: Liquiditt in ausreichender Hhe und zum richtigen Zeitpunkt

    ! Soziale, rechtliche und psychologische Machbarkeit: Unzumutbarkeiten fr Mitarbeiter, Patentverletzungen, Moralische Bedenken

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 53

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Methoden zur Wirtschaftlichkeitsberechnung

    ! Statische Methoden

    ! Kostenvergleichsrechnung

    ! Ergebnisvergleichsrechnung

    ! Amortisationsrechnug

    ! Rentabilittsrechnung

    ! Dynamische Methoden

    ! Kapitalwertmethode

    ! Methode des internen Zinsfues

    ! Annuittenmethode

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Aufgaben der Unternehmensfhrung (1)

    Welche Projekte sollte die Unternehmensfhrung eng begleiten?

    ! Neuproduktentwicklungen (Produkte, Dienstleistungen) die einen strategischen Wettbewerbsvorteil bringen knnen.

    ! Projekte, die stark in die Prozesse des Unternehmens eingreifen wie bspw. Restrukturierungsprojekte.

    ! Projekte, die erhebliche Unternehmensressourcen beanspruchen wie bspw. Neubauten.

    ! Projekte, die neue Kooperationen mit externen Dritten betreffen wie bspw. der Aufbau eines Joint Ventures.

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 54

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Aufgaben der Unternehmensfhrung (2)

    Evaluierung

    Organisations-struktur

    Strategische Planung

    Informations-bereitstellung

    Management Kontrolle

    Interne Kommunikation

    Finanzierung

    Stakeholder Management

    Projekt-auswahl

    Projekt-auflsung

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Der richtige Umgang mit der Unternehmensleitung

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    ! Ein standardisiertes Reporting System muss aufgebaut werden.

    ! Wichtige Informationen mssen der Unternehmensleitung vor den Sitzungen zugehen, damit die Mitglieder qualifiziert diskutieren knnen.

    ! Wichtige Projektinformationen drfen nicht in der Masse anderer Informationen untergehen.

    ! Dem Steering Committee muss ausreichend Zeit zur Entscheidungsfindung eingerumt werden.

    ! Die Sitzung sollte ausreichend Zeit zur Diskussion kritischer Themen lassen.

    ! Die verantwortlichen PM mssen persnlich anwesend sein.

    ! Fehlende Informationen mssen zgig nachgeliefert

  • 55

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Aufgaben des Projektsponsors

    Fhrungsgremium

    Strategisch bedeutendeProjekte

    Aufgaben

    Ziele setzen, Prioritten vergeben

    Versorgung mit Informationen

    Projektorganisation aufbauen

    Prozesse festlegen

    Kundenkontakt auf- und ausbauen

    Masterplan freigeben

    Projektpersonal freigeben

    Fortschrittskontrolle durchfhren

    Konflikte lsen

    Zielerreichung berwachen

    andereProjekte

    Projektsponsor ist Mitglied des Fhrungsgremiums

    Projektsponsor ist Mitglied der mittleren Fhrungsebene

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Das Ampelsystem des Reportings

    Ein Problem ist aufgetreten (Kosten, Umfang, Qualitt, Zeit, etc.). Aktive Untersttzung durch den Projektsponsor ist gefordert.

    Die Arbeit schreitet wie geplant fort. Eine Untersttzung durch den Projektsponsor wird nicht bentigt.

    Ein Risiko wurde erkannt. Der Projektsponsor ist informiert aber aktive Untersttzung wird noch nicht bentigt.

    Probleme und Risiken mssen mglichst frh benannt werden.

    Die Bedeutung des Problems fr den Projekterfolg muss dargelegt werden.

    Lsungsvorschlge und Alternativvorgehen mssen erarbeitet werden.

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 56

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Konflikte zwischen Projektmanager und -sponsor

    ! Projektsponsor tritt als Mikromanager auf.

    ! Projektsponsor nimmt sich keine Zeit fr das Projekt.

    ! Projektmanager will Entscheidung des Projektsponsors nicht akzeptieren, da

    ! Technische Kenntnisse des PS nicht ausreichen, um Situation angemessen einzuschtzen,

    ! Kaufmnnische Kenntnisse des PS nicht ausreichen, um Situation angemessen einzuschtzen,

    ! PS Entscheidungskompetenzen berschreitet.

    Steering Committee aus Mitgliedern des obersten Managements als Konfliktlsungsinstanz.

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Gehalt, Macht, sozialer Aufstieg

    Produktqualitt, Service, Preis

    Lohn, Sicherheit, Befrderung

    Arbeitsbedingungen, Macht

    Zinszahlung, Tilgung, Kundenbindung

    Dividenden, Aktienkursentwicklung

    Projekt-Stakeholder und ihre Interessen

    Management

    Kunden

    Projektmitarbeiter

    Gewerkschaften

    Fremdkapitalgeber

    Eigenkapitalgeber

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 57

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Bedeutung des Stakeholder Managements

    ! Unterschiedliche Stakeholder haben unterschiedliche Erwartungen an das Projekt.

    ! Diese knnen zum Teil entgegengesetzt wirken, so dass es zu Konflikten bei der Projektdurchfhrung kommt.

    ! Stakeholder knnen die Projektdurchfhrung untersttzen oder gefhrden.

    Ein systematisches Stakeholder Management deckt Risiken und Chancen auf, die mit den Stakeholdern verbunden sind. Auf dieser Basis knnen geeignete Manahmen getroffen werden, um den Projekterfolg zu sichern.

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projekt Stakeholder Management Zyklus

    Identifiziere Stakeholder

    Sammle Informationen ber

    Stakholder

    PM Team

    Identifiziere Mission der Stakeholder

    Schtze Strken und

    Schwchen der Stakeholder

    ein

    Identifiziere Strategie der Stakeholder

    Implementiere Stakeholder

    Management Strategie

    Schtze Stakeholder Verhalten ein

    1

    2

    34

    5

    6

    7

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 58

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Ein Beispiel einer Auswirkungsanalyse

    Auswirkungen auf Strke des Einflusses Art des Einflusses

    keiner gering stark positiv negativ

    Aufgabenzuordnung x x

    Arbeitsablauf x x

    Eigenverantwortung x x

    Informationsfluss x x

    Arbeitsbelastung x x

    Qualitt x x

    Sozialer Status x x

    Befrderung x x

    Gehalt x x

    Arbeitszufriedenheit x x

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Reine Projektorganisation

    Vorteile

    Projektleiter hat volle Kompetenz

    Krzeste Kommunikationswege

    Optimale Ausrichtung auf das Projektziel

    Organisationsstruktur

    Unternehmensleitung

    Vertrieb Entwicklung Fertigung Kfm. Leitung

    Projekte Entwicklung 1 Entwicklung 2 Entwicklung 3

    Sonderprojekt 1 Sonderprojekt 2

    Nachteile

    Gefahr des Etablierens der Projektgruppe nach Projektende

    Versetzungsproblem nach Projektende

    Gefahr von Parallelentwicklungen in benachbarter Linie

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 59

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Einfluss - Projektorganisation

    Vorteile

    Getrennte Unternehmensbereiche knnen zu einer Kooperation veranlasst werden

    Geringste Vernderungen in die bestehende Organisation

    Organisationsstruktur

    Unternehmensleitung

    Vertrieb Entwicklung Fertigung Kfm. Leitung

    Nachteile

    Projektleiter hat kaum Weisungsbefugnis

    Keine personifizierte Verantwortung

    Hoher Koordinationsaufwand

    Region 1

    Region 2

    HW

    SW

    HW

    SW

    HR

    Recht

    Projekte

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Matrix - Projektorganisation

    Vorteile

    Schnelle Zusammenfassung von interdisziplinren Gruppen

    Keine Versetzungsprobleme bei Projektende

    Frderung der Synergieeffekte

    Organisationsstruktur

    Unternehmensleitung

    Vertrieb Entwicklung Fertigung Kfm. Leitung

    Nachteile

    Projektmitarbeiter dienen zwei Herren

    Hohe Konflikttrchtigkeit zwischen Projekt und Linie

    Projekt-leiter A

    Projekt-leiter B

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 60

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Auftrags - Projektorganisation

    Vorteile

    Klare Kompetenzabgrenzung zwischen Projekt und Linie

    Leichte Einbindung beliebiger Unterauftragnehmer

    Groe Flexibilitt bei Gro- und Multiprojekten

    Organisationsstruktur

    Unternehmensleitung

    Vertrieb Entwicklung Fertigung Kfm. Leitung

    Nachteile

    Notwendigkeit einer eigenen Organisationssule

    Konkurrenzdenken der Organisationssulen

    Gefahr eine Brokratisierung des Projektmanagements

    Projekte

    Projekt A

    Projekt B

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in der Linie

    Vorteile

    Alle Vorteile der reinen Projektorganisation

    Keine Notwendigkeit von Personalversetzungen

    Nachteile

    Nur kleinere Entwicklungsaufgaben mglich

    Nicht immer das fachlich und qualitativ richtige Personal verfgbar

    Organisationsstruktur

    Unternehmensleitung

    Vertrieb Entwicklung Fertigung Kfm. Leitung

    Entwicklung HW Entwicklung SW

    Projekt AProjekt A

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 61

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Aufgaben des Projektmanagers

    ! Organisieren der Projektmitarbeiter

    ! Definieren und Strukturieren der Aufgabenstellung

    ! Planen und Kontrollieren der Projektaufgabe

    ! Koordinieren der Partnerstellen

    ! Informieren der Leistungsinstanzen (Projektsponsor, Unternehmensleitung)

    ! Durchfhren des Projektabschlusses

    ! Moderieren der Gremien

    ! Fhren der Projektmitarbeiter

    Um den Projektmanager bei bestimmten Aufgaben zu entlasten, kann bei groen und komplexen Projekten ein Projektmanagement-Office (PMO) eingerichtet werden.

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Weswegen Projektmanager nicht ausgewhlt werden sollten

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    ! Senioritt (graues Haar = guter PM)

    ! harte Fhrungsqualitten

    ! Verfgbarkeit

    ! technische Expertise

    ! Kundenwnsche

    ! persnliche Karriereziele

    ! Hierarchiestufe

  • 62

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Die Auswahl der Projektmitarbeiter

    Welche Ressourcen mit welchen Fhigkeiten bentige ich?

    Wann und wie lange bentige ich die Ressourcen?

    Woher bekomme ich die Ressourcen?

    Anzahl

    Zeit

    aus anderen

    Projekten/ Linie

    in andere Projekte/

    Linie

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektkommunikation

    Strategisches Projektmanagement und Organisation von Projekten

  • 63

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Die alte Welt des deutschen Strommarkts (bis 1998)

    ! Integrierte Wertschpfungskette (Erzeugung, Netz, Vertrieb)

    ! Stromproduktion zur sicheren Versorgung innerhalb der Gebietsmonopole (Versorgungspflicht)

    ! Langfristige Vollversorgungs-Kontrakte

    ! Kein liquider Grohandelsmarkt

    ! Geringe Preisdifferenzierung

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Preisbildung in der alten Welt: Cost plus fee

    KraftwerkBrennstoff Strom

    Verrechnung an den Kunden

  • 64

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Die neue Welt des deutschen Strommarkts (seit 1998)

    ! Unbundling der Wertschpfungskette

    ! Kraftwerke werden wertoptimiert bewirtschaftet

    ! Optimierung von Long- und Short-Positionen durch Aktivitten am Grohandelsmarkt

    ! Neue Geschftspartner und neue Stromprodukte

    ! Preisbildung ber ein Marktpreissystem, Preise zeigen hohe Volatilitt, Flexibilitt gewinnt an Wert

    ! Risikopositionen werden gesteuert

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Preisbildung in der neuen Welt

    KraftwerkBrennstoff Strom

    Verrechnung an den Kunden

    COCOCOCO2222Das Kraftwerk als Spark-Spread-Option, Handel aller

    Commodity-Produkte

    Wholesale/retail

  • 65

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Der Anstieg der Grohandelspreise seit der Marktliberalisierung

    0

    10

    20

    30

    40

    50

    60

    70

    80

    90

    1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

    /MWh

    Preisverfall nachLiberalisierung

    Grnde fr den Strom-preisanstieg:

    Herstellerengpass/Neubauverzgerung

    Anstieg der Nachfragein Europa

    Anstieg derBrennstoffpreise

    Einfhrung desCO2-Handels

    Vollkosten fr neueKohlekraftwerke

    1 1999, 2000: Spotpreise; 2001 - 2008: Forwards fr das folgende Kalenderjahr

    Grundlaststrom 1

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Auswahlkriterien fr Primrenergien und ihre Verstromung

    ! Verfgbarkeit

    ! Eignung der Anwendung

    ! Politische Situation (Subventionen)

    ! Kosten von Frderung und Transport

    ! Kosten der Verarbeitung

    ! Wirkungsgrad bei der Umwandlung

    ! Umweltvertrglichkeit

  • 66

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Projektbeispiel: Exploration und Frderung von Primrenergie

    Lagersttten-simulation

    Seismik und Geologie

    Frderung

    Bohrungen

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Gas Braunkohle

    Steinkohle Kernenergie

    Projektbeispiel: Bau neuer Kraftwerke (1)

  • 67

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    einsatzrelevant

    stilllegungsrelevant

    investitionsrelevant

    Brennstoff, CO2, sonst. var. Kosten,Wirkungsgrad

    Laufende Betriebskosten, Instandhaltung, Besicherung,

    Gemeinkosten&

    Auslastung

    Investition, WACC, Steuersatz, Nutzungsdauer

    &Auslastung

    /MWhe

    Projektbeispiel: Bau neuer Kraftwerke (2)

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Projektbeispiel: CO2-Abscheidung und lagerung (1)Das Bild kann zurzeit nicht angezeigt werden.

    Versuchskraftwerk der RWE Power in HrthBasistechnologie: Integrated Gasification Combined CycleEl. Leistung: 450 MW gross, 330 MWnCO2-Transport: Pipelinetrasse zzt. in MachbarkeitsstudieCO2-Speicherung: 2,6 Mio. t/a in tiefen salinen FormationenVon drei beantragten Erlaubnisgebieten in S-H. sind zwei genehmigt. Die Seismik luft demnchst an. Hinsichtlich der Einleitung eines Raumordnungsverfahrens fr die Pipeline laufen Vorgesprche mit den zustndigen Planungsbehrden.

    Speicherregion

    Kraftwerk

  • 68

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Screening:

    ! Lagersttten-screening

    ! Feasibility Studie fr 23 Standorte

    Erkundung I:! Erkundung

    (2D/3D-Seismik)

    ! Pipeline

    - Raumordnung

    ! Auswahl des geeigneten Speichers

    Konstruktion:

    ! Injektoren Abteufen

    ! bertageeinrichtungen

    ! Inbetriebnahme

    ! Monitoringplan

    ! Pipelinebau

    2008 2011 2014Phase 1 Phase 2 Phase 3

    Wichtige parallele Aktivitten:! Schaffung von Methoden und Standards zur Bewertung von CO2-Lagersttten und

    ihrer Langzeitdichtigkeit, Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Gutachtern! Schaffung eines genehmigungsrechtliche Rahmens beim europischen und beim

    nationalen Gesetzgeber! Erzielung ffentliche Akzeptanz fr die CCS-Technologie und Einrichtungen

    Erkundung II:! Bohrung

    ! Pipeline

    ! Genehmigungs-antrge

    2010

    Projektbeispiel: CO2-Abscheidung und -lagerung (2)

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Projektbeispiel: Bau von Kraftwerken mit erneuerbarer Energie

    CO2-Vermeidungskosten in Deutschland Stromgestehung (2030+)

    150

    CCS

    200

    -50

    /t

    Photo-voltaik

    Geo-thermie1)

    NeubauKern-

    energie

    Wind(onshore)3

    0

    Wind(offshore)3

    Bio-masse1)2)

    250

    100

    Modernefossil gef.Kraftwerke

    Verlng.Kern-

    energie

    50

    Gas

    716

    Un

    ter

    Var

    iati

    on

    vo

    n

    Volllaststunden(nur Erneuerbare)

    Brennstoff-kosten

    (nur konventionell)

    Investitions-kosten

    CO2-Vermeidungskosten< 70 /t

    Durchschnitt

    Niedrig

    Hoch

    430

  • 69

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Projektbeispiel: Bau von Gas-Pipelines

    12

    Pipeline-Kapazitt (geplant), 2007 -2020

    LNG-Kapazitt (geplant),2007 - 2020

    18

    50

    10

    15 16

    Arab. GasPipeline +10

    2

    15

    8

    NordseeLNG

    Mittlerer Osten

    NordafrikaLNG

    CIS

    South/NorthStream +85

    Nabucco+30

    ITGI+20

    Medgaz+8

    Galsi+10

    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Projektbeispiel: Change Management (1)

    ! Verwandte Konzepte: Business Process Reengineering, Kontinuierliche Verbesserung, Six Sigma, Empowerment, Total Quality Management, etc.

    ! Beteiligte Disziplinen: Strategisches Management, Prozessmanagement, Innovationsmanagement, Organisationstheorie

    ! Hauptziel: Verbesserung oder radikale Neuausrichtung der Ablauf- und Aufbauorganisation zur Erhhung der Wettbewerbsfhigkeit.

    ! Change Management als zweischneidiges Managementinstrument: Strkeres und fokussiertes Unternehmen oder Instabilitt und Chaos.

    ! Vernderungsmanagement beinhaltet auch ganz wesentlich die Beeinflussung von Menschen und ihren Einstellungen.

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    Peter Witt / Biyon Kattilathu Projektmanagement in Energiewirtschaft u. Informationstechnologie Folie 1

    Projektmanagement in Energiewirtschaft und Informationstechnik

    Projektbeispiel: Change Management (2)

    Typische Fehler in Change Management-Projekten:

    ! Kein ausreichendes Gefhl der Dringlichkeit schaffen! Keine ausreichend starke Fhrungskoalition schaffen.! Keine Vision haben.! Die neue Vision zu wenig kommunizieren.! Widerstnde gegen die neue Vision nicht vollstndig beseitigen.! Versumnis, kurzfristige Verbesserungen einzuplanen und zu schaffen.! Zu frh den Sieg erklren.! Die Vernderungen nicht in die Unternehmenskultur eindringen lassen.